2020

Zeit für... Taten!

ONEforONE

present art

Ermöglicht durch: KunstNothilfe

Experimentelles Zukunftslabor Artist Support

ONE for ONE war ein Ladenlokal das im Dezember, mitten am Ku’damm Berlin, eröffnete, um Besucher*innen in 1 zu 1-Performances individuell zu beschenken. In kurzen Slots trafen die teilnehmenden Künstler*innen auf eine*n Besucher*in.
In diesen Minuten konnte einem Text oder Musik gelauscht werden, ein Tanz oder eine Performance betrachtet werden. Das Erlebnis fand nur in diesem Raum zu dieser bestimmten Zeit statt  – ein Geschenk für Besucher*innen und eine Bühne für Musiker*innen, Performer*innen und Literat*innen.
 

Beteiligte Künstler*innen: Ashkan Afsharian, Sunia Asbach, Svenja Viola Bungarten, Evgenia Chetvertkova, Isabel Cole, Daniela Dröscher, Ina Gercke, Gábor Hartyáni, HYENAZ (Kathryn Fischer & Adrienne Teicher), Zehava Khalfa, Ariel Nil Levy, Meinrad Kneer, Widad Nabi, Asmus Trautsch, Mati Shemoelof, Sivan Ben Yishai, Biliana Voutchkova, Frank Willens

Lesung von Widad Nabi

Performance von Sunia Asbach

Konzert von Biliana Vouchkova

Danke für Euren Besuch!
Annelie Andre (Choreographin, Idee & Kuration), Anna Schapiro (Künstlerin, Kuration & KunstNothilfe), Mona Glass (Künstlerin & Experimentelles Zukunftslabor), Jakob Blazejczak (Szenograph & Experimentelles Zukunftslabor)
  
Was ist KonstNothilfe? Mehr Info dazu findest du auf www.elinor.network/kunstnothilfe

Trashy Tunes

The Trash-Collecting Musical beim "Fete de la Musique"

„Wir Menschen tummeln uns wieder in der Öffentlichkeit und – was soll man sagen – Wir hinterlassen Spuren! Und zwar haufenweise. Wenn uns beim Spazierengehen keine Blüten, sondern Müll ins Gesicht weht, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es Zeit ist aufzuräumen. Nach unseren letztjährigen Happenings „Endlich in Aktion“ fahren wir jetzt richtig auf und orchestrieren den Akt des Saubermachens mit live Musik. Müllsammeln und Musizieren passt nicht zusammen? Und ob! Willkommen zu „Trashy Tunes“ dem Müllsammel-Musical beim „Fete de la Musique“, am 21.06.20.“

Kamera: Francesca Ercoli . Schnitt: Mona Glass, Francesco De Rosa

Ruhe bewahren

Wir riefen auf zum “Ruhe bewahren” am 28.05.2020 auf dem Alexanderplatz.

 „Der Corona- Spuk scheint fast vorbei und schon stürmen wir wieder auf die Straßen, die Autos stauen sich, die Kassen klingeln, Kondensstreifen durchkreuzen den Himmel. Stop! Wir wollen nicht einfach wieder zurück in die alten Tretmühlen des endlos wachstumsorientieren Hamsterrads stolpern und möchten mit dieser Aktion ein klares Zeichen dafür setzen, dass wir den Wert der Reduktion auch fortbestehend in unseren Alltag integrieren wollen. Lasst uns unsere individuelle Energie und Ruhe auf einen kollektiven Höhepunkt bringen!“

Kamera: Mohanad Alsneeh . Schnitt: Mona Glass, Francesco De Rosa

Über den Kanal komMUSIZIEREN

Nicht alles lässt sich digital lösen...!

Mit der Aktion „Über den Kanal komMUSIZIEREN“ am 1. Mai 2020, riefen wir dazu auf für die Wichtigkeit künstlerischen Ausdrucks und kulturellen Austauschs in der Öffentlichkeit einzustehen und unsere Grenzen, innerhalb der Pandemie bedingten Einschränkungen, neu auszuloten. Wir finden kreative Möglichkeiten! Mit dem Anliegen den Wunsch nach mehr Vertrauen in unsere Demokratie und ihre Mitglieder auszudrücken, positionierten wir Musiker auf beiden Seiten des Landwehrkanals und ließen sie die Distanz mit den Wellen der Musik überwinden. Vielen Dank an alle Beteiligten, für diese tolle Veranstaltung zum 1. Mai!

Kamera: Gregor Kuhlmann, Mona Glass. Schnitt: Mona Glass, Francesco De Rosa.

InTimes (of) Corona

Corona stellte unser aller Alltag auf den Kopf. Während uns die physische Öffentlichkeit verwehrt blieb, lag uns die Welt plötzlich virtuell zu Füßen. Ob man lediglich ein paar Häuserblocks oder mehrere tausend Kilometer voneinander entfernt lebt, machte kaum mehr einen Unterschied. Das Gefühl von Nähe und Distanz nahm völlig neue Dimensionen an. Wir wollten die Chance nutzen und die „soziale Distanz“ als einen rein „körperlichen Abstand“ wahrnehmen und weiterhin Kultur, Inspiration und nicht zuletzt Momente miteinander teilen.

Zeit zum... Sprechen!

Der Quarantäne - Talk

So gehen wir mit dem Virus um!

Weltweit sind wir mit dem Ausnahmezustand der Corona- Pandemie konfrontiert. Und doch befinden wir uns in verschiedensten Situationen und finden unterschiedlichste Formen des Umgangs mit diesem herausfordernden Zustand. Im Quarantäne – Talk haben wir mit euch darüber gesprochen! Wöchentlich stellten wir kleine Gesprächsgruppen von Menschen zusammen, die sich in einer ähnlichen, ungewöhnlichen Ausgangslage befanden.  Acht Folgen lang konntet ihr Teil des Gesprächs via live-stream werden. Hier findet ihr nun die Sammlung dieser spannenden Zeitzeugnisse:

„Der Quarantäne – Talk“ ist eine Koproduktion von Niehler Freiheit e.V. (Köln) und Experimentelles Zukunftslabor e.V. (Berlin)

Zeit zum... Zuhören!

Stunde der Musik

Musikzirkel zum bewussten Hören

Wann hast du dir zum letzten Mal Zeit genommen genau hinzuhören?

Hier wurde jeden Donnerstag um 18h eine Stunde Musik zum Zuhören von einem*er unserer heimlichen Musikexpert*innen vorgestellt. 

Gemeinsam wollten wir uns Zeit nehmen, mal wieder genau zuzuhören. Künstler, Musiker, Filmemacher und andere Menschen, die sich gerne von Musik inspirieren und treiben lassen, stellten hier wöchentlich eine Stunde Musik zur Verfügung, der wir unsere volle Aufmerksamkeit schenken wollten. Ein paar Worte über den Menschen, der uns auf seine akustische Reise mitnimmt und darüber was es so lohnenswert macht dieser Stunde Musik besondere Aufmerksamkeit zu schenken, findet ihr zur Einstimmung, bei dem jeweiligen Post in unserem Stunden- Archiv! 

Hier findest du alle Stunden der Musik zum Nachhören:

Wir hoffen das Format des gemeinsamen Zuhörens bald außerhalb der digitalen Sphäre wieder aufnehmen zu können!

Du bist heimlicher Musikexperte und möchtest hier auch deine Stunde zum bewussten Hören teilen? Dann schreib uns eine Mail an: contribute@experimentelles-zukunftslabor.de

Zeit zum... Hinschauen!

Sieh mal eine*r an!

EinBlick in die Zukunft...

Hier gehts zur Online- Bibliothek über Zukunftsvisionen für die Post- Corona Zeiten: Eine Sammlung von Lese- Empfehlungen der Mitglieder des Experimentellen Zukunftslabors auf Deutsch, Englisch, Polnisch und Italienisch.

2019

2019 war unser Enstehungsjahr, geprägt von der leidenschaftlichen Zusammenarbeit an der Vorbereitung von „Endlich“, dem Festival der Utopien.  Leider konnte es nicht zur geplanten Umsetzung des Festivals kommen, aber auf dem Weg dahin entstanden zahlreiche andere, kleine und große Dinge, die das Experientelle Zukunftslabor zu formen begann(en).

Ritual Union

28. Juli 2019  Altes Umspannwerk Steglitz

Performance: Honi Ryan, Abi Tariq, Amy Königsbauer . Konzert: Nina Nora . Soliparty: Kollektiv

Die Performance Ritual Union (2019) basierte auf der Engagement Ceremony der Künstlerin Amy Königbauer, die zum ersten Mal 2016 im Helen Day Art Center in Stowe, Vermont, USA, präsentiert wurde. Die Performer*innen, Honi Ryan und Abi Tariq gehen dabei ein stilles Bündnis ein, das durch eine Reihe ritueller Handlungen hergestellt wird. In diesem wirklichkeitskonstituierendem Akt schaffen sie eine lebenslange Verbindung, die ihnen durch staatsstrukturelle Grenzen verwehrt blieb.

Nina Nora ist eine zwischen Berlin und Barcelona lebende Singer-Songwriterin, die sich in ihren Texten mit Hoffnung und Mut zur Selbstverwirklichung auseinandersetzt.

Endlich in Aktion

17. Aug./ 6. Sept. 2019  Kreuzberg/ Neukölln / Spree

Happening im öffentlichen Raum, Umweltaktion

Endlich in Aktion ist eine Serie von Happenings in Berlin, die sich dem Entgegenwirken der Umweltverschmutzung widmet. Täglich landen Unmengen an Zigarettenstummeln auf der Straße und verschmutzen nicht nur das Stadtbild, sondern auch unser wertvolles Grundwasser. Gleich einem lustren Umzug durch die Stadt, verschränken wir Aktionskunst mit konkretem Anliegen und verbinden eine nützliche, aber unbeliebte Tätigkeit mit Spaß und Community Building. Die Aufmerksamkeit die wir mit der großen, gut gelaunten Gruppe an den HotSpot- Treffpunkten Berlins bekamen, nutzen wir zur Vermittlungsarbeit durch direkte Aufklärung und regten dabei zur Umsicht und zum Mitmachen an, auch indem wir durch das Verteilen von Taschenaschenbechern einen direkten Handlungsvorschlag implementierten. Außerdem waren die Happenings Teil des Schaffensprozesses eines gemeinschaftlichen Kunstwerks, das zu großen Teilen aus den Erträgen dieser Aktionen bestand und somit auf mehreren Ebenen die Frage von Nachhaltigkeit thematisierte.

plapla! Plastik und Plankton

20.-27.Sept.2019 Berlin Mitte

Umweltbildungsausstellung von Anoosh Werner  .  Filmvorführung & Mapping: Mona Glass

Das Umweltbildungsprojekt „pla pla! Plastik und Plankton“ macht auf den immensen Plastikverbrauch und die damit einhergehenden Folgen für unser Ökosystem Wasser aufmerksam. Die interaktive Ausstellung zeigt sich in Form eines begehbaren Wals aus Holz und Plastikmüll, in der sich die Besucher*innen über die Folgen von menschengemachten Verunreinigungen des Wassers informieren können.

Mit großer Präsenz zwischen Bundestag und Bundeskanzleramt wurde der Wal zum Markenzeichen des dort stattfindenden We4Future- Camps und zog eine breite und diverse Masse an Zuschauern an. Die Umweltaktivistin und Initiatorin des Projekts Anoosh Werner gab täglich aufschlussreiche Führungen durch die Ausstellung und erzielte damit bei vielen Besucher*innen einen nachhaltigen Effekt. Sie schaffte eine ermutigende Kombination aus Aufklärung und Anregung zu Handlungsalternativen. Nach Sonnenuntergang erstrahlte die Installation in Lichtspielen und einem themen-bezüglichen Mapping.

An zwei Tagen der einwöchigen Ausstellung fanden Filmvorführungen des experimentellen Films „Brave New World“ von der Konzeptkünstlerin Mona Glass statt. Der Film zeigt die Beziehung von Mensch und Natur und zieht soghaft in den Bann einer Reise durch Höhen und Tiefen utopischer und dystopischer Zustände unserer Zukunft.

Heaven Underneath

21. Sept. 2019 Kulturfabrik Moabit

Electronic Workshop, Birdwatching: Ohira & Bonhila  .  Poetry: Miguel Antunes

„Heaven Underneath“ ist eine kleine, umweltbezogene Intervention, für die herkömmliche, urbane Geräte wie Straßenmöbel, Telematiknetze und Überwachungs-systeme verwendet werden, um Rastplätze zu errichten, die Menschen ermöglichen  sich in Vogelbeobachtung zu üben. Wildvögel gehören niemandem, sie sind wie „Commons“ weit entfernt vom Begriff des Eigentums und werden oftmals als Allegorie der Freiheit gesehen. Durch die Verwendung eines Überwachungssystems zur Vogel-beobachtung, soll der auf potenzielle Verdächtige gerichtete Fokus ersetzt und die Aufmerksamkeit stattdessen auf die freien Individuen gerichtet werden, die unter uns und doch unabhängig von uns und dem uns umgebenden Wirtschaftssystem leben. Das Beobachten der Vögel kann insofern nicht nur in freier Vogelkunde schulen, sondern  auch eine Gelegenheit sein, sich von einer anderen Art des Seins in dieser Welt inspirieren zu lassen. Das Projekt bestand aus einem Workshop zur Herstellung eines mini- Überwachungssystems mit open-source- Zugang, der gemeinsamen Fertigstellung der sogenannten Birdwatching- Bench, sowie einer eingehenden Erläuterung zum Schaffensprozess des brasilianischen Künstler- Duos Ohira&Bonhila.

Im Anschluss präsentierte der portugiesische Poet Miguel Antunes eine Poetry Performance. Er ist ein Geschichtenerzähler, der mit seinen Texten auf eine Reise durch den Wahnsinn und die Vernunft menschlichen Verhaltens führt.

Das 40-minütige poetische Abenteuer spielt auf verschiedenen Gebieten des menschlichen Geistes: Von Wäldern bis zu wilden Meeren, von Manhattan, wo griechische Götter sich lieben, bis zu den gruseligen Bären der Kindheit, wird der Poet zum Führer Ihrer fingerlosen Hand, zur Brücke zwischen düsteren Realitäten und tröstenden Visionen, Verbindungen und Trennungen. Als Virtuose, Sucher, Dichter bringt Miguel Antunes eine rätselhafte Show in die Hand seines Publikums.

Für Neugierige..."endlich" das Konzept