Ritual Union

28. Juli 2019  Altes Umspannwerk Steglitz

Performance: Honi Ryan, Abi Tariq, Amy Königsbauer . Konzert: Nina Nora . Soliparty: Kollektiv

Die Performance Ritual Union (2019) basierte auf der Engagement Ceremony der Künstlerin Amy Königbauer, die zum ersten Mal 2016 im Helen Day Art Center in Stowe, Vermont, USA, präsentiert wurde. Die Performer*innen, Honi Ryan und Abi Tariq gehen dabei ein stilles Bündnis ein, das durch eine Reihe ritueller Handlungen hergestellt wird. In diesem wirklichkeitskonstituierendem Akt schaffen sie eine lebenslange Verbindung, die ihnen durch staatsstrukturelle Grenzen verwehrt blieb.

Nina Nora ist eine zwischen Berlin und Barcelona lebende Singer-Songwriterin, die sich in ihren Texten mit Hoffnung und Mut zur Selbstverwirklichung auseinandersetzt.

Endlich in Aktion

17. Aug./ 6. Sept. 2019  Kreuzberg/ Neukölln / Spree

Happening im öffentlichen Raum, Umweltaktion

Endlich in Aktion ist eine Serie von Happenings in Berlin, die sich dem Entgegenwirken der Umweltverschmutzung widmet. Täglich landen Unmengen an Zigarettenstummeln auf der Straße und verschmutzen nicht nur das Stadtbild, sondern auch unser wertvolles Grundwasser. Gleich einem lustren Umzug durch die Stadt, verschränken wir Aktionskunst mit konkretem Anliegen und verbinden eine nützliche, aber unbeliebte Tätigkeit mit Spaß und Community Building. Die Aufmerksamkeit die wir mit der großen, gut gelaunten Gruppe an den HotSpot- Treffpunkten Berlins bekamen, nutzen wir zur Vermittlungsarbeit durch direkte Aufklärung und regten dabei zur Umsicht und zum Mitmachen an, auch indem wir durch das Verteilen von Taschenaschenbechern einen direkten Handlungsvorschlag implementierten. Außerdem waren die Happenings Teil des Schaffensprozesses eines gemeinschaftlichen Kunstwerks, das zu großen Teilen aus den Erträgen dieser Aktionen bestand und somit auf mehreren Ebenen die Frage von Nachhaltigkeit thematisierte.

Dieses Projekt wurde unterstütz von: „BSR“ und „Kehrenbürger“.

Pla Pla! Plastik und Plankton

20.-27.Sept.2019 Berlin Mitte

Umweltbildungsausstellung: Anoosh Werner  .  Filmvorführung & Mapping: Mona Glass

Das Umweltbildungsprojekt „pla pla! Plastik und Plankton“ macht auf den immensen Plastikverbrauch und die damit einhergehenden Folgen für unser Ökosystem Wasser aufmerksam. Die interaktive Ausstellung zeigt sich in Form eines begehbaren Wals aus Holz und Plastikmüll, in der sich die Besucher*innen über die Folgen von menschengemachten Verunreinigungen des Wassers informieren können.

Mit großer Präsenz zwischen Bundestag und Bundeskanzleramt wurde der Wal zum Markenzeichen des dort stattfindenden We4Future- Camps und zog eine breite und diverse Masse an Zuschauern an. Die Umweltaktivistin und Initiatorin des Projekts Anoosh Werner gab täglich aufschlussreiche Führungen durch die Ausstellung und erzielte damit bei vielen Besucher*innen einen nachhaltigen Effekt. Sie schaffte eine ermutigende Kombination aus Aufklärung und Anregung zu Handlungsalternativen. Nach Sonnenuntergang erstrahlte die Installation in Lichtspielen und einem themen-bezüglichen Mapping.

An zwei Tagen der einwöchigen Ausstellung fanden Filmvorführungen des experimentellen Films „Brave New World“ von der Konzeptkünstlerin Mona Glass statt. Der Film zeigt die Beziehung von Mensch und Natur und zieht soghaft in den Bann einer Reise durch Höhen und Tiefen utopischer und dystopischer Zustände unserer Zukunft.

Dieses Projekt wurde unterstützt von: „Stiftung Naturschutz Berlin“, „Bundesvereinigung Nachhaltigkeit“ und „Lush“.

Heaven Underneath

21. Sept. 2019 Kulturfabrik Moabit

Electronic Workshop, Birdwatching: Ohira & Bonhila  .  Poetry: Miguel Antunes

„Heaven Underneath“ ist eine kleine, umweltbezogene Intervention, für die herkömmliche, urbane Geräte wie Straßenmöbel, Telematiknetze und Überwachungs-systeme verwendet werden, um Rastplätze zu errichten, die Menschen ermöglichen  sich in Vogelbeobachtung zu üben. Wildvögel gehören niemandem, sie sind wie „Commons“ weit entfernt vom Begriff des Eigentums und werden oftmals als Allegorie der Freiheit gesehen. Durch die Verwendung eines Überwachungssystems zur Vogel-beobachtung, soll der auf potenzielle Verdächtige gerichtete Fokus ersetzt und die Aufmerksamkeit stattdessen auf die freien Individuen gerichtet werden, die unter uns und doch unabhängig von uns und dem uns umgebenden Wirtschaftssystem leben. Das Beobachten der Vögel kann insofern nicht nur in freier Vogelkunde schulen, sondern  auch eine Gelegenheit sein, sich von einer anderen Art des Seins in dieser Welt inspirieren zu lassen. Das Projekt bestand aus einem Workshop zur Herstellung eines mini- Überwachungssystems mit open-source- Zugang, der gemeinsamen Fertigstellung der sogenannten Birdwatching- Bench, sowie einer eingehenden Erläuterung zum Schaffensprozess des brasilianischen Künstler- Duos Ohira&Bonhila.

Im Anschluss präsentierte der portugiesische Poet Miguel Antunes eine Poetry Performance. Er ist ein Geschichtenerzähler, der mit seinen Texten auf eine Reise durch den Wahnsinn und die Vernunft menschlichen Verhaltens führt.

Das 40-minütige poetische Abenteuer spielt auf verschiedenen Gebieten des menschlichen Geistes: Von Wäldern bis zu wilden Meeren, von Manhattan, wo griechische Götter sich lieben, bis zu den gruseligen Bären der Kindheit, wird der Poet zum Führer Ihrer fingerlosen Hand, zur Brücke zwischen düsteren Realitäten und tröstenden Visionen, Verbindungen und Trennungen. Als Virtuose, Sucher, Dichter bringt Miguel Antunes eine rätselhafte Show in die Hand seines Publikums.

Dieses Projekt wurde unterstütz von: „Forum Umwelt und Entwicklung“ und „Lush“.